Hab ich zum letzten Mal 2019 in Heidelberg gesehen.Da wurde eine leicht bläuliche Verfärbung des Trinkwassers berichtet, und bis das Wasser im Labor untersucht war, sollte niemand in der Stadt es verwenden.
Da sind dann auch Lautsprecherwagen in Schrittgeschwindigkeit durch die Stadt gefahren, um die Leute zu informieren.Menschen haben "ausgeliehene" Einkaufswägen voller Wasserflaschen durch die Fußgängerzone geschoben. Innerhalb von einer Stunde war alles Wasser in allen Geschäften ausverkauft, eine Stunde später alle nichtalkoholischen Getränke. Käufer haben sich um die letzten Flaschen gestritten. Die Webseite von Flaschenpost ist unter der Last zusammengebrochen.
Nach 3 oder 4 Stunden kam die Entwarnung aus dem Labor und der Spuk war vorbei.Aber das war ein krasses Erlebnis: Wie schnell es in so einer Stadt aussehen kann wie der Prolog zur Apokalypse.
Eine der beiden Parteien ist strukturell feministisch und basisdemokratisch, setzt sich für Klimaschutz, erneuerbare Energien und die Verkehrswende ein.Die andere Partei ist die CDU.Ja, ich denke schon, dass es da einen Unterschied macht, wer den Ministerpräsidenten und die Mehrheit stellt.Die BaWü Grünen sind zwar konservativ, aber nicht rückschrittlich. Und sie versuchen nicht, die Sozialpolitik der AfD zu kopieren.Ich glaube, sie sind die am wenigsten schlechte Landesregierung, die man mit Baden-Württembergischen Wählern bekommen kann.
Ein grüner Landtagsabgeordneter (Hermino Katzenstein) hat z.B. in mühevollster Kleinstarbeit die Stadt Heidelberg dazu gebracht, Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet zu beschließen (außer auf Strecken, bei denen das den Busverkehr zu stark beeinträchtigt hätte).Und treibt nebenher im ADFC den Bau mehrerer Radschnellwege voran. Trotz konservativem, autofreundlichem Oberbürgermeister.
Mein realistisches Wunsch-Ergebnis für die Wahl wäre eine grüne Mehrheit und ein erstmaliger Einzug der Linken in den Landtag.